„Maßnahmen sind das Gegenteil von einem guten Plan.“
Der Satz stammt von meinem Kollegen Thorsten Heinson – und je länger ich darüber nachdenke, desto richtiger finde ich ihn.
Denn bei vielen Projekten passiert genau das Gegenteil von Strategie:
Es werden gleich Maßnahmen produziert.
Workshops. Kampagnen. Tests. Meetings. Optimierungen. Neue Ideen.
Und irgendwann entsteht dann das beruhigende Gefühl:
Wir tun ja etwas!
Nur ist Aktivität allein noch kein Fortschritt.
Die viel wichtigeren Fragen kommen oft viel zu spät:
Was wollen wir denn eigentlich erreichen?
Was muss passieren, damit wir sagen: Das war erfolgreich?
Und was müsste passieren, damit wir sagen: Stop. Das funktioniert so nicht.
Gerade bei Markteinführungen und beim Testen neuer Märkte sind diese Fragen für mich nicht das Ende der Planung.
Sie sind immer der Anfang.
Sobald das Ziel und die Erfolgskriterien wirklich klar definiert sind, passiert nämlich etwas Interessantes:
Plötzlich braucht man deutlich weniger Maßnahmen.
Vielleicht sogar nur die Hälfte.
Denn ein guter Plan sagt uns nicht nur, was wir tun sollen.
Er sagt uns vor allem auch, was wir nicht tun müssen.
Ich bin überzeugt, dass man genau daran eine gute Strategie erkennt:
Nicht an der Zahl der gesetzten Maßnahmen, sondern an der Klarheit der Entscheidungen.
Denn eine lange Maßnahmenliste ist manchmal einfach nur ein Zeichen organisierter Orientierungslosigkeit.
Autor: Stefan Schmertzing – Managing Partner Wunderknaben Wien & Partner Schmertzing Consulting (LinkedIn)