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Stories über Social Media und mehr

Social Media aus der Sicht eines Millenials.


Social Media

„Dafür bist du zu Jung gewesen“. „Das war vor deiner Zeit“. „Das wirst du nicht mehr kennen“. Klingt vertraut? Für die junge Generation, auch Millenials genannt, sind diese Antworten mehr als vertraut. Wir haben ja leider so viel nicht selbst miterlebt, der Communicator war angeblich eine frühe Form des mobilen Telefons und was taten eigentlich unsere Eltern und Großeltern, wenn sie etwas „googeln“ wollten? Korrigiere, „recherchieren“ ist das richtige Wort.

Von Anfang an dabei.

Obwohl uns Millenials so viel von früher entgangen ist, bei einer Sache waren wir von Anfang an dabei, Social Media. Nicht nur, dass wir die Anfänge von Facebook, Twitter, etc… miterlebt haben, wir haben die wachsenden Kanäle von Anfang an verstanden und für uns genutzt. Während viele unserer Eltern und Großeltern „digitale Neandertaler“ geblieben sind und sich schwer tun, in diese Welt vorzudringen, kennen wir jeden Kanal mit all seinen Funktionen auswendig und können wahrscheinlich blind ein Boomerang in unsere Instagram-Story posten oder einen Snap an unsere Freunde verschicken.

Man kann es mit dem Lernen eines Instruments vergleichen, welches wir über die Jahre virtuos zu spielen beherrscht haben. Da unsere Handhabung mit den

Kanälen wie selbstverständlich funktioniert, beeinflusst das natürlich auch die Art der Wahrnehmung einer Social Media Plattform.

Was interessiert uns eigentlich?

Aufgrund der Tatsache, dass wir diverse Kanäle perfekt beherrschen und kennen, passiert vieles sehr unterbewusst. Oft suchen wir auf Facebook oder Instagram nach nichts oder niemand Speziellen, es dient vielmehr als Zeitvertreib oder schneller Unterhaltung. Nach 2min. durchscrollen können wir mit großer Wahrscheinlichkeit kaum einen konkreten Post beschreiben, den wir eben überflogen haben. Vergleichbar ist das mit einem Klavierspieler, der seine Stücke auswendig beherrscht und nicht beschreiben kann welche Noten im Takt 17 in welcher Reihenfolge zu spielen sind, er tut es einfach, weil er nicht darüber nachdenken muss. In Kontrast dazu der Anfänger, der sich jede einzelne Taste genau einprägen muss, um das Stück irgendwann fehlerfrei spielen zu können. Diese Person ist beim Benutzen von Social Media wesentlich sensibler und leichter abzulenken. Um die Aufmerksamkeit von den „digital natives“ zu erhaschen, reichen keine langweiligen Sprüche oder schöne Bilder, es geht darum zu erkennen, was wir jetzt gerade wollen und für was wir uns in diesem Moment interessieren. Die damit verbundene Relevanz ist es, was uns tatsächlich vom monotonen Scrollen ablenkt. Ein kurzer Moment, in dem wir uns denken: „Ja, genau danach habe ich ein Bedürfnis“.

Fazit…

Machen Sie nicht den Fehler und glauben, dass junge „natives“ und ältere „Neueinsteiger“ auf dieselben Inhalte reagieren. Es geht nicht nur um die abweichenden, individuellen Interessen von Menschen in verschiedenen Altersgruppen, sondern auch um das unterschiedliche Nutzungsverhalten. Vergleichen Sie nicht einen Meister am Klavier mit einem Einsteiger und geben beiden dieselben Noten zu spielen.

Autor: Markus Aschenbrenner, Praktikant bei den Wunderknaben Wien

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